Hockenheim

Der Klassiker am 5. Mai!

Wenn „Motodrom“, „Sachs Kurve“, „Parabolika“ und „Spitzkehre“ genannt werden, leuchten die Augen jedes Rennfahrers. Auch wenn mitunter nur der kleine Kurs gefahren wird – also ohne lange Parabolika und Spitzkehre – verliert Hockenheim nichts von seinem Nimbus!

Die Drei Plagen

„Rennstrecke“: Nicht allein ein Platz für Helden und Verlierer – für Ruhm und Ehre!

Vor allem nämlich ein Platz zum Testen, Probieren und Optimieren! Nun – „optimieren“ stand für mich nun wirklich nicht im Vordergrund. Dennoch sollte ich diese „Wahrheit“ ganz intensiv zu spüren bekommen! 😕

In Ermangelung der FZ sollte ja diesmal meine TRX zum Einsatz kommen. Ein zu 90% original-belassenes Möpi. Neben dem Wechsel auf eine FZR-Gabel und dem Umbau auf eine 5,5er-Felge waren lediglich Änderungen an der Verkleidung erfolgt. Als ich dann kurz vor dem Aufladen nochmal rein spontan den Motor hören wollte passierte … nichts! 😯

Ich hätte mir auch in der Nase bohren können … (was ich gedankenverloren sicher auch tat …).

Nun – hinschmeißen und heulend nach Hause auf die Couch? Ich war kurz davor – konnte mich aber doch soweit aktivieren, rüber zu fahren und mein Leid wenigstens Gleichgesinnten zu klagen …

Was aber passierte dann im Fahrerlager? Ich wurde empfangen und sofort gingen helfende und kompetente Hände ans Werk, den Fehler zu finden.

Danke besonders an Rainer und Martin neben den anderen so kompetenten und hilfsbereiten Experten!!! Der Dank gilt hier nicht nur der technischen Unterstützung, sondern v.a. meiner familiären Aufnahme und freundschaftlichen Eingemeindung! Das war klasse! 😛

Die erste Plage …

Tatsächlich zeigte sich, dass trotz gegenteiliger Auskunft meines Ladegeräts 🙄 meine Batterie auf einem allerletzten Loch pfiff, das Starterrelais durch war, der Seitenständerschalter ein Fehlsignal sandte und wohl auch noch der Anlasserknopf nicht tat. 😥

Mit neuer (Leih-) Batterie, gebrücktem Ständerschalter und mittels Startermaschine funzte die Trixe wieder! 😉

… spät fertig geworden – aber doch noch rennbereit!

Die zweite Plage …

Nun folgte eine sehr feuchte Nacht und der graue Morgen verhieß nichts Gutes … Die Strecke war nass und gleich im ersten Turn gab’s einen ersten Asphalttest mit Kaltverformung. Dem Fahrer war nichts passiert, aber ich schielte ständig vom Himmel auf die Fahrbahndecke und dann zu meinen Slicks … (und wieder hoch usw.) 😐

Wir waren als dritte Gruppe dran und es begann sich schon einigermaßen eine „trockene“ Ideallinie abzuzeichnen. Okay: ganz piano mal einrollen war die Devise und los ging’s!

Ganz hinten eingereiht, meldete der Popo schon nach 3/4 Kurven artiges Wohlbefinden und signalisierte über die Schaltzentrale an die rechte Hand Drehmotivation. Links-Rechts-Links- und Rechts und dann aufreißen auf der Start-Ziel!!! Doch – nichts kam … Deutliche Vibrationen überschatteten das typische Trixen-Twin-Stampfen. Für’s Durchschalten gab’s keine Response und die Geschwindigkeit nahm einfach nicht zu (mein Glück?!). Trotzdem konnte ich bis zur ersten Kurve wieder am Kittel der Vorausfahrenden hängen obwohl zum Kurveneingang die Pace total absackte, bis der Motor dann erstarb. 😮

Und die dritte …

Im ersten Moment kann man’s dann ja gar net richtig fassen. Was issen jetzt los, hä? Was soll das denn? Dann holt einen das Gehirn von der letzten Kurve ein und sagt: runter von der Strecke!!! Glücklicherweise hatte ich automatisch schon nach ganz rechts eingelenkt – war dennoch aber noch fast in der Ideallinie! Ein Helfer fuchtelte mit den Armen – ich fuchtelte zurück. Er fuchtelte – ich zurück. Unter meinem Helm brabbelte ich mehrmals ein „ich würd ja gerne …!“. Es ging einfach nichts! Der Bock ließ sich keinen Müh bewegen. Ich schaute hilflos nach hinten – unten – vorne. Stieg ab und wollte schieben … Vorne war aber brachial geankert! Die halten gut die R1-Stopper! 🙄

Um’s kurz zu machen. Als der Helfer (endlich) erkannte, dass ich nicht konnte, wie ich (und er) wollte, konnten wir die Trixe dann gemeinsam zur Seite ziehen. Nach ca. 15 Minuten waren die Bremsen wieder frei und ein Rückschieben in die Box war machbar. Die Untersuchung ergab dann eine höchstwahrscheinlich defekte Pumpe (ev. Rücklaufbohrung dicht).

… zwar in guter Gesellschaft – aber doch im Krankenstand …

Ob sich diese per Reinigung und Revision wieder richten läßt, wird sich bei einer ausgiebigen Inaugenscheinnahme zeigen.

Für mich war damit aber das Testwochenende abgeschlossen …   😕

Zu erwähnen wäre noch: Der Regen setzte zum Mittag satt ein und die Gewinner waren die Regenbereiften. Brutal, was die damit noch runterreißen! Einige andere entschieden sich allerdings, nicht mehr anzutreten. Stürze gab es nur sehr wenige – einen allerdings leider mit Knochenbruch. Gute Besserung Kollege!

Hier geht’s zum offiziellen Rennbericht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.