FZ-Fahrgestellrevision II

Weniger ungefederte Massen!

Mancher entwickelt sich weiter und steigt dazu auf ein „besseres“ Mopet. Ich wollte einen anderen Weg einschlagen: Ich wollte mein Mopet nach eigenem Empfinden optimieren. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung! 😎

Natürlich ist leicht vorstellbar, dass dabei den Möglichkeiten nur der monetäre Nachschub entgegensteht… Insofern war  mein Antritt nicht die bestmögliche Maßnahme, sondern die Optimierung im Rahmen der finanziellen Angemessenheit. In diesem Sinne wären geschmiedete Marchesinifelgen sicher dem Optimum deutlich näher gekommen – für mich sollten es aber lediglich Brembo-Felgen sein. Und klar – weil mir das schon vor einger Zeit mal aus berufenem Munde empfohlen worden war, hatte ich davon auch welche gebunkert … 😉

Felgen3.5-5.5

Ob dies wirklich einen Vorteil bringen würde, wollte ich aber dann doch auch nochmal selber klären, zumal damit natürlich auch einige Umbauarbeit anstehen würde! Zum Vergleich lag glücklicherweise ein Satz FZR-Felgen in gleicher Dimension (3.5/ 5.5) griffbereit im Regal. :mrgreen:

Also flugs vom Nachbarn die Personenwaage geliehen und ganz gespannt gewogen! 😉

Als erstes waren die um Radlager und Ventile erleichterten Hinterradfelgen dran:

YamHi8.2BremboHi6.8

1,4 Kilo! 😯

Und dabei sollte bedacht werden, dass in der Brembofelge die Ruckdämpfer bereits integriert sind – bei der FZR-Felge noch dazu kämen! 😎

Und nun die Vorderradfelgen:

YamVo5.2BremboVo4.8

Auch hier ließen sich 400g gewinnen! Insgesamt würde ich also fast 2 Kilo rotierende Masse loswerden! 😀

Genug Argument, um sofort zur Tat zu schreiten und als ersten Schritt die Felgen zu entlacken.

Entlacken1

Soweit für’s Erste! 😉

Update 03.07.2014

Über die Gewichtersparnis konnte ich mich ja nun freuen. Besonders, da diese bezüglich der integrierten Ruckdämpfer tatsächlich noch höher lag, als gemessen. Während ich diesen Umstand noch nachwirken ließ, ging mir durch den Kopf, dass die Gummiteile eigentlich beim anstehenden Pulvern nicht in der Felge bleiben sollten. Bei 140° sollte der Weichmacher im Gummi ordentlich ins Schwitzen kommen. Dann könnte ich wahrscheinlich auch gleich Holzpflöcke in die Felge stecken …

Also raus damit, aber wie? Ran ans Web und googeln. Was man dann von den Ducatisti so las, erstreckte sich von „problemlos drinlassen“ über „zerstörend ausbauen/rausfräsen und ersetzen“ bis „problemlos ausbauen“. Klar, das mich die letzte Variante am nachhaltigsten ansprach! Das nicht zuletzt, weil nur ein einziger den Weg nannte und die restliche Mehrheit der Meinung war, dass es ohne Zerstörung kaum machbar wäre… Qualifizierte Minderheit! 😎

Aber vor der Kür kommt bekanntlich die Pflicht und die hieß „Entlacken“! Nun – nach diversen Nippon-Felgen stellte das für mich keine Aktion dar, über die ich lange nachdachte. Ich sollte aber …! 👿

Hier hatte ich nun italienisches Schuhwerk vor mir. Kurz: mehrere brettharte Beschichtungen, die alle einzeln angelaugt werden wollten. Von „ablaugen“ konnte keine Rede sein … Tja, in Ermangelung segenspendender Technik stand also viel Handarbeit vor  mir. 😕 Immerhin – ich bin ja noch jung …

Entlacken2

Die Lauge wirkte schon ausgezeichnet. Allerdings immer nur pro Schicht 🙄 … Mit ein wenig langem Atem ließ sich dann aber doch ein befriedigendes Ergebnis erzielen! 😉

Entlacken3

Tja, und nachdem die Radlager schon vorher rausgeflogen waren, sollten nun die Ruckdämpfer dran glauben!

Mein Tipgeber hatte mich darin bestätigt, einen Abzieher zu bauen und die Dinger dann unter Wärmezufuhr zu ziehen. Und tatsächlich – alle „Plomben“ ließen sich ohne Beschädigung ziehen!                                                                          Plombenzieher5

C’est tout – Dentalbesteck zum Plombenziehen!  :mrgreen:

Update 18.12.2014

Wenn man sich nun mit den Dingen anfängt zu beschäftigen, hört man das Eine von hier und das Andere von dort. Dann konkretisiert man Schritt für Schritt das Projekt und erkennt mitunter, dass der Weg zu unpraktisch/ zu teuer/ zu aufwändig ist.  😕

Im Falle meiner Brembos verlor ich beim Projektieren der zu ändernden Bremsenflansche irgendwie die Lust… 🙄 Irgendwie schien Aufwand (Kosten) und Nutzen in keinem überzeugenden Verhältnis zueinander zu stehen. Diese Einschätzung verdichtete sich im Laufe der Folgewochen, bis ich nach einiger Recherche doch wieder ins Yamaha-Regal griff und recht zügig einen Satz R6-Felgen einbunkern konnte! 😎

Davon dann in Kürze mehr!

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