XS650 – der Motor

… Annäherung an das Buch mit den 7 Siegeln …

Das „Herz“ der Maschine: Das war noch die größte Unbekannte für mich. In meiner Planung sollte dieses Thema am Ende aufgerollt werden. In meinem Rennerle lief ja zudem eine funktionierende Maschine. Es pressierte also an sich nicht. Gleichwohl wuchs mit der Zeit bei mir das Bedürfnis, auch hier ein zumindest grundsätzliches Verständnis von der Materie zu haben.

Insofern hatte ich schon bald einen zusätzlichen alten Motor gekauft, der überholt werden musste und an dem ich die ersten Schraub-Erfahrungen sammeln wollte. Ich hatte ihn recht schnell (… und es war Sommer 😉 …) teilzerlegt und er wartete nun darauf, komplett gesäubert, gesichtet und wieder aufgebaut zu werden.

Irgendwie fehlte mir da aber der Schwung und so suchte ich nach Möglichkeiten, mit erfahrenen Hobbykollegen ran zu gehen. Da wollte ich dann auch klären, ob es bei meinem Motor Sinn machen würde, gleich ein Big-Bore-Kit für 750ccm zu verbauen.

Beim Zerlegen zeigte sich dann, daß eine Wiederinstandsetzung kein neues Zylinderkit erfordern würde – lediglich ein wenig Durchhohnen beim Fachmann und neue Kolbenringe sollten mit den vorhandenen Kolben im 2. Übermaß reichen. So beschloss ich – als „Lehrling“ unter dem Blick (und der helfenden Hand) des Experten den Extra-Motor als Ersatz-Motor aufzubauen … sozusagen für’s Regal …  😉

Was ich dann tatsächlich überholte – bzw. an Teilen erneuerte, war:

    • Austauschzylinderkopf, überarbeitet: Ventile neu eingeschliffen, Ventilschaftdichtungen; Austauschkipphebel
    • Austauschgetriebe
    • Schaltwelle
    • Austauschnockenwelle
    • Kolbenringe
    • Dichtungssatz
    • Simmerringsatz
    • Steuerkette
    • Steuerkettenschiene
    • hydraulischer Kettenspanner
    • Ölfilter
    • Trockensumpffilter
    • viele neue Schrauben … 😉

  

Mit ’nem Sack voll neuer und Austauschteile gings dann an die Montage:

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